Am Sonntagabend, dem 05.10.2025, begann für unseren Abiturjahrgang die lang ersehnte Abschlussfahrt an den Gardasee. Voller Vorfreude trafen wir uns am Abend unterhalb der Schule und machten uns viel zu vollgepackt auf den Weg.
Ziel war Riva del Garda, genauer gesagt die Jugendherberge Albergo Varone. Nach einer langen und eher schlaflosen Busfahrt – inklusive Zähneputzen an der Raststätte – kamen wir am nächsten Morgen endlich an. Ganz ohne Zwischenfälle verlief die Anreise allerdings nicht: Unser Busfahrer Peter nahm in den engen italienischen Straßen versehentlich ein Stück Wand mit. Der Schaden blieb glücklicherweise am Bus, die Stimmung ließ sich davon jedoch nicht trüben.
Nach einer kurzen Pause, inklusive frisch machen, ging es bei strahlendem Sonnenschein direkt zu Fuß in die Stadt. Entlang einer beeindruckenden Felswand, begleitet vom typisch italienischen Straßenverkehr, erreichten wir schließlich den Gardasee und die Altstadt von Riva. Dort starteten die ersten Präsentationen im Fach Biologie, bevor wir uns auf den Weg zur legendären Ponalestraße machten. Die rund zehn Kilometer lange Strecke mit ihren zahlreichen historischen Besonderheiten brachte uns ordentlich ins Schwitzen. Oben angekommen folgten weitere Präsentationen – und anschließend natürlich der gesamte Weg wieder zurück. Damit war der Tag jedoch noch nicht vorbei, denn vom Stadtzentrum aus stand noch ein fast einstündiger Fußmarsch zurück zur Unterkunft an.
Der zweite Tag begann früh: Mit dem Bus fuhren wir nach Malcesine, einem Ort am Ostufer des Gardasees. Dort hatten wir bis zur Mittagszeit Freizeit und konnten durch die engen italienischen Gassen schlendern, kleine Shops entdecken oder uns mit Pizza und Gelato stärken. Auch an diesem Tag durften Präsentationen nicht fehlen. Anschließend ging es mit dem Bus weiter zur Busatte-Tempesta-Route. Der anspruchsvolle, abwechslungsreiche Weg bot einen atemberaubenden Ausblick über den Gardasee. Einige mussten ihre Höhenangst überwinden, meisterten die Strecke jedoch mit Bravour. Nach mehreren Stunden Wandern erreichten wir schließlich Torbole – unser Ziel der Wanderung. Doch bevor es richtig entspannt wurde, standen noch Präsentationen und natürlich das Drehen einiger TikToks an. Den Abend ließen wir bei Pizza und guten Getränken in Riva gemütlich ausklingen.
Am dritten Tag hieß es noch früher aufstehen, denn es ging nach Venedig. Die Anfahrt verlief zunächst problemlos – bis wir erfuhren, dass unser Busfahrer ohne Genehmigung in die Stadt gefahren war. Nach fast zwei Stunden warten, hoffen und bangen kam schließlich die erlösende Nachricht: Wir durften nach Venedig hinein. Dort erwartete uns eine spannende und ausführliche Stadtführung, die uns die Geschichte und Besonderheiten Venedigs näherbrachte. Anschließend blieb genügend Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, shoppen zu gehen oder einfach das besondere Flair zu genießen. Zahlreiche Gruppenfotos durften natürlich nicht fehlen. Die Rückfahrt verlief ruhig – alle waren müde vom sonnigen Tag – und nach dem Abendessen im Hotel fielen wir alle erschöpft ins Bett.
Der vierte Tag führte uns zunächst in eine Olivenölproduktion in Riva del Garda. Bei einer Verkostung mit Brot tauchten wir in die Welt des italienischen Olivenöls ein und erfuhren viel über Anbau und Herstellung. Im Shop konnten wir anschließend Mitbringsel für unsere Liebsten kaufen. Danach ging es mit dem Bus nach Arco, einer vom Klettersport geprägten Stadt, in der gefühlt jeder zweite Laden ein Outdoor-Geschäft war. Nach Freizeit und weiteren Präsentationen kehrten wir nach Riva zurück und verbrachten dort den Abend bei gutem Essen.
Am letzten vollen Tag stand der Monte Brione auf dem Programm. Unsere Gruppe teilte sich: Während ein Teil den Berg bestieg, verbrachte der andere Teil die Zeit entspannt in Riva. Der Aufstieg war sehr anstrengend, außer man fragt Herrn Wierzchula persönlich. Aber wir wurden mit einer atemberaubenden Aussicht über den Gardasee, Riva und Torbole belohnt. Nach Gruppenfotos ging es wieder hinunter, wo wir uns mit den anderen trafen und gemeinsam zur Eisdiele Flora gingen, welche laut Herrn Wierzchula, die „besten Eisdiele der Welt“ sei. Nach einem letzten Sonnenbad hieß es dann auch schon Abschied nehmen. Noch ein letztes TikTok (das ging übrigens viral), dann stiegen wir zu Peter, unserem Busfahrer, in den Bus und traten am Abend die Rückfahrt an. Am Morgen des 11.10. kamen wir schließlich wieder zu Hause an.
Die Stimmung während der gesamten Fahrt war harmonisch und gut, auch wenn die langen und teilweise lauten Busfahrten das Schlafen erschwerten. Insgesamt war die Abschlussfahrt nach Riva del Garda eine unvergessliche Mischung aus Kultur, Bewegung, Gemeinschaft und vielen Momenten, an die wir uns noch lange erinnern werden!