Das Projekt

medienscoutsnrw3

Medienscouts sind Experten für digitale Medien. Sie sollen ihre eigene Medienkompetenz erweitern und entsprechendes Wissen, Handlungsmöglichkeiten sowie Reflexionsvermögen für eine sichere, kreative, verantwortungsvolle und selbstbestimmte Mediennutzung aufbauen.

Medien

SchülerInnen und Eltern der sechsten Jahrgangsstufe erhalten in Workshops und Elternabend Informationen rund um WhatsApp, YouTube...

Sich per WhatsApp in der Klassengruppe über die Hausaufgaben informieren, kurz einen Freund nach seinem Befinden fragen oder auch ein Bild von dem eigenen Hund posten...

WhatsApp, Snapchat, Twitter, Facebook, Tumblr, Instagram, YouTube... Diese Begrifflichkeiten, die Eltern häufig Fragezeichen in die Augen treten lassen, sind Kindern und Jugendlichen keinesfalls fremd. Ganz im Gegenteil: Sie wachsen selbstverständlich mit diesen Plattformen auf und bewegen sich ebenso selbstverständlich darauf, posten Beiträge, Fotos, Videos oder konsumieren eben diese. Die Neuen Medien haben für unsere Schülerinnen und Schüler eine Allgegenwart erlangt und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Und dennoch bleibt angesichts der Möglichkeiten, der Weite, die das Internet bietet, nicht nur auf die Chancen, sondern auch auf die Risiken und Probleme im Umgang mit den medialen Angeboten, die gerade für jüngere Schülerinnen und Schüler häufig kaum abzuschätzen sind, zu verweisen.

Um die Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren, finden am Gymnasium der Stadt Meschede seit mehreren Jahren regelmäßige Workshops unter unterschiedlicher Leitung statt: In der Jahrgangsstufe 6 leiten unsere Medienscouts den Workshop zu Chancen und Gefahren im Umgang mit WhatsApp. Kostengünstige Kommunikation, Cybermobbing, Kommunikation in Gruppen, sinkende Hemmschwellen, Stress, Amanda Todd, internationale Kontakte sind nur einige Stichworte aus diesem Workshop, der am 21.10.2015 in allen Sechserklassen sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Geplant ist ein Workshop der Medienscouts auch in Jahrgang 5. Daneben finden auch Workshops in Zusammenarbeit mit der Offenen Tür in Meschede mit Herrn Didam sowie dem Ensible e.V. aus Schmallenberg statt.

Um jedoch eine Nachhaltigkeit der Bemühungen zu erlangen, ist eine Involvierung der Eltern von großer Bedeutsamkeit. Aus diesem Grund wurde am Dienstag, den 27.10.2015, zum wiederholten Mal ein Elternabend unter der Leitung des Medienexperten Daniel Heinz für die Eltern der Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs durchgeführt. Neben den beiden Beratungslehrern für den Bereich der Neuen Medien waren in diesem Jahr erstmals auch zwei Medienscouts anwesend, die eine Doppelrolle eingenommen haben: Einerseits konnten sie den 16 anwesenden Eltern einen Einblick in den Workshop bieten, den ihre Kinder besucht haben, und andererseits wurden sie von Daniel Heinz immer wieder als Experten eingebunden, sodass sowohl Wissensfragen beantwortet als auch Informationen zum tatsächlichen Umgang der Jugendlichen mit den Neuen Medien aus der Perspektive der Jugendlichen geliefert werden konnten.

Im Verlauf des Workshops wurden so verschiedene Plattformen, deren Chancen, Probleme und Anziehungskraft sowie die tatsächliche Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Einen weiteren wichtigen Stellenwert erhielt die Differenzierung von Mobbing und Cybermobbing.
Abschließend wurden verschiedene praktische Tipps als Unterstützungsmöglichkeiten für die Eltern, die nicht selten hinsichtlich der Nutzungsgewohnheiten der Neuen Medien seitens ihrer Kinder verunsichert sind, vorgestellt und diskutiert.

Nach dem kurzen Einblick in den Verlauf des Elternabends sollen diese praktischen Tipps, die sicherlich nur allgemeine Hinweise darstellen können, an dieser Stelle allen Lesern zur Verfügung gestellt werden:

  1. Es ist hilfreich, mit den eigenen Kindern im Gespräch zu bleiben und dabei Interesse für die Handy- und Internetnutzung zu zeigen. Kinder sind in diesem Bereich Experten. Werden sie eingebunden, dürfen sie Eltern Dinge erklären und zeigen, erzählen sie auch von sich aus mehr. Zentral ist ein respektvolles und wertschätzendes Klima.
  2. Die Einstellungen auf dem Handy und allgemein im Internet, etwa die Nutzung der mobilen Daten, die Jugendschutzeinstellungen o.ä., sollten gut überlegt sein.
  3. Regeln und Umgangsformen, etwa Zeitspannen für die Nutzung der Geräte, Aufbewahrung der Geräte während der Nacht, Nutzung bei Tisch usw. sind nachhaltiger, wenn sie gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden.
  4. Notwendig sind offene Augen und Ohren, da gerade Cybermobbing äußerst problematisch ist und häufig sehr versteckt stattfindet.
  5. Es gibt verschiedenste Informationsangebote, die hinsichtlich des Umgangs mit den Neuen Medien wertvolle Informationen zur Verfügung stellen, etwa „www.mobbing.seitenstark.de“ oder „www.klicksafe.de“. Natürlich stehen auch die Medienscouts bei Fragen oder Problemen immer zur Verfügung und freuen sich, wenn sie helfen können.

Login

Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen. Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.
Weitere Informationen Ok