Gruppenfoto

Wir, die 8b, besuchten am Museumstag 2019, anders als andere Klassen, einen Ort, den man vielleicht nicht als Museum betiteln würde. Unseren Tag haben wir nämlich im Dunkel-Restaurant „Finster“ in Essen verbracht.

Morgens um 9:17 Uhr sind wir mit dem Zug nach Dortmund und von dort aus nach Essen gefahren. Als wir um 12 Uhr an dem Restaurant ankamen wurden wir sehr freundlich von den Mitarbeitern begrüßt, welche das Restaurant an diesem Tag extra für uns geöffnet hatten (!!!). In Gruppen von 7-10 Leuten wurden wir durch eine Schleuse in den Speisesaal geführt. Auch wenn wir es uns kaum vorstellen konnten, war es tatsächlich stockduster.

Weil es keine einzige Lichtquelle gab, haben sich die Augen auch nach einer Weile kein Stück an die Dunkelheit gewöhnt, sondern man sah nichts. Und wirklich GAR NICHTS. Somit fiel es uns schwer, uns überhaupt zu orientieren oder eine Vorstellung des Raums zu bekommen. Nachdem wir uns durch Nachfragen ein ungefähres Bild gemacht hatten, wo wer sitzt, ging es auch schon an den schwierigsten Teil: Das Essen.

Ohne zu wissen, was uns serviert wurde, versuchten wir (vorerst mit Messer und Gabel...) unseren Teller zu erkunden. Vielen von uns fiel aber auf, dass das Besteck eher ein Hindernis als eine Hilfestellung darstellte. Deshalb tasteten sich die meisten mit den Händen voran oder aßen ganz mit den Händen. Wie wir dabei aussahen, wird (zum Glück!!!) nie jemand herausfinden...

Nach dem Hauptgang, welcher, wie sich später herausstellte, aus Reis, Brokkoli, Putenfleisch und einer gefüllten Paprika bestand, gab es auch noch Nougat Mascarpone und Erdbeerparfait mit Melonen zum Nachtisch.

Als wir am Ende herausgeführt wurden, konnten wir uns den Zustand es Raumes ungefähr vorstellen, weil einige in Essensreste getreten sind... Die Kleidung mancher Mitschüler war auch nicht ganz verschont worden. 

Wie wir feststellen mussten, ist es extrem schwer ohne den Sehsinn alltägliche Situationen zu meistern. Deshalb möchten wir an dieser Stelle einen riesigen Respekt an alle sehbehinderten und blinden Personen aussprechen, die tagtäglich so leben müssen.

Außerdem bedanken wir uns sehr bei den Mitarbeitern des Restaurants, die uns diese einmalige Erfahrung ermöglicht haben und empfehlen jedem, dieses Experiment zu wagen um sich einmal in diese Lage hineinversetzten zu können.

Nane S., Zeynep A. und Lisa B.


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