Wie eloxiert, elektropoliert und phosphatiert wird und wo uns elektrochemische Prozesse im Alltag begegnen, wurde den Schüler*innen der Chemiekurse der Q2 erklärt. Am Dienstag, den 14. September 2021 führten die Kurse ein Experteninterview durch.

Zu Gast war Firmenchef Christian Bredt, der Geschäftsführer der BREDT GmbH aus Freienohl. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Oberflächenbearbeitung verschiedener Metalle. Diese werden durch Vorgänge des Eloxierens, Anodisierens, Beizens oder Elektropolierens bearbeitet. Somit sind die Metalle vor Korrosion (etwa Rost) geschützt. Herr Bredt absolvierte selbst im Jahr 1986 sein Abitur an unserem Gymnasium. Nach der Bundeswehrzeit absolvierte er einen Studiengang im Bereich der Oberflächentechnik.

Doch warum ist das Thema des Korrosionsschutzes so wichtig? Diesem Thema begegnen wir im Alltag häufig – und das ganz unbewusst. So sind zum Beispiel viele medizinische Gegenstände durch verschiedene Verfahren behandelt, damit diese über längeren Zeitraum steril bleiben. Auch sind die Oberflächen der Handys und Tablets erscheinen durch die Verfahren rau oder glatt. Genauso findet der Korrosionsschutz eine Anwendung an Autobahnbrücken, um diese vor Rost zu schützen und die Sicherheit zu gewährleisten.

Herr Bredt zeigte auch einige Fotos von seinem Arbeitsplatz, um Einblicke in die Berufswelt zu bekommen. Die tatsächliche Breite des Berufes ist vielen nicht bewusst, was einer der Gründe für Fachkräftemangel in dem Bereich der Oberflächentechnik ist. In seinem Vortrag ermutigte Herr Bredt die Chemiekurse, sich mehr mit dem Themenfeld zu beschäftigen.

Insgesamt bot die Expertenbefragung den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und die beruflichen Möglichkeiten, die hinter dem Beruf eines Galvanotechnikers stecken, zu entdecken. Auf die teils sehr ausführlichen Antworten und detaillierten Ausführungen konnten die Schülerinnen und Schüler schnell reagieren, ihre vorbereiteten Fragen anpassen und so souverän durch die Befragung führen.

Durch die Fragestunde besonders motiviert, sehen nun auch zwei Schüler*innen ihre Zukunft möglicherweise in der chemischen Industrie. Alle Schüler*innen konnten viel aus dem Interview mitnehmen und haben nun eine bessere Vorstellung von Chemie im Alltag und möglichen beruflichen Perspektiven.

Die beiden Chemiekurse bedanken sich herzlich für den Besuch und die ausführliche Beantwortung der Fragen.

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