Zwei Wahlkabinen, eine Wahlurne und originalgetreue Stimmzettel: Bei der Juniorwahl haben 350 von 388 wahlberechtigte Schüler*innen der Klassen 8 bis Q2 den Wahlsonntag schon vorab durchlebt, denn am Gymnasium der Stadt Meschede war schon am Donnerstag (23.9.) Wahltag.


„Hier vorne bekommt ihr euren Stimmzettel für den Bundestag. In der Kabine gebt ihr eure Stimmen ab, dann den Stimmzettel bitte zweimal falten und vorne in die Urne werfen“ erklärt Justus Kulle aus der Q2 den Mitschülern. Sechs Schüler*innen sammeln die Wahlbenachrichtigungen ein und geben die Stimmzettel aus. Der Zusatzkurs Sozialwissenschaften von Frau Schütterle übernimmt an dem Tag den Wahlvorstand. Sie haben die Juniorwahl im Vorfeld organisiert, sorgen vor Ort für den reibungslosen Ablauf und die Auszählung der Stimmen. 
Auf den ersten Blick sieht es in der Aula schon drei Tage vor der Bundestagswahl aus wie in einem ganz normalen Wahllokal. Allerdings sind hier viele Wähler*innen noch nicht volljährig. Die Juniorwahl ist ein Projekt zur politischen Bildung, bei der es um das Erlernen und Erfahren von Demokratie geht und die Wahl ist nur eine Probe. Im Vorfeld wurden im Unterricht grundlegende Dinge zur Wahl besprochen, dabei ging es vor allem um Hintergründe zu Wahlen, Demokratie, Wahlkampf und um aktuelle politische Themen wie z.B. die einzelnen Parteiprogramme. Auch Entscheidungshilfen, wie z.B. der Wahl-O-Mat oder der Wahlswiper waren Thema im Unterricht.

Wahlergebnis überrascht

Am Gymnasium der Stadt Meschede entfielen doch etwas überraschend 23,1 Prozent der Stimmen auf die FDP, die SPD ist bei den Städtis zweiter Wahlsieger mit 22,3 % der Stimmen. Erst danach folgen die Grünen mit 18,6% und die CDU mit 13,1% der Stimmen. Die Linkspartei schafft anders als die AfD, die nur 2,3% der Stimmen holte, mit 7,7% deutlich den Sprung ins Parlament.

Als Direktkandidaten für den Deutschen Bundestag wählte die Schülerschaft mit 8 Stimmen Vorsprung (103 zu 95 Stimmen) Dirk Wiese von der SPD vor Friedrich Merz von der CDU.

Die Schüler*innen haben durchweg positiv auf die Juniorwahl reagiert, sie fanden es wichtig, dass sie mitbestimmen, was ihre Zukunft betrifft, weil auch sie die Zukunft gestalten. Paul Hermes, Schüler der EF, nimmt die Juniorwahl positiv wahr, da man den Ablauf einer Wal kennenlernen könne und trotz der Tatsache, dass die eigene Stimme nicht für die offizielle Bundestagwahl zähle, die Erfahrung gemacht habe, wie sich das wählen anfühle.

Saganna Mathisuthan aus der Q1 formuliert ihre Erfahrungen folgendermaßen: „Ich finde die Juniorwahl gut, da ich mich vorher nicht so richtig mit Parteien befasst habe und mir unsicher war, was ich wählen sollte bzw. ob ich überhaupt wählen sollte. Ich finde es außerdem gut zu schauen, wie die jüngere Generation wählen würde, da wir die nächsten sind, die über unsere Zukunft entscheiden werden. Wir sollten bewusste Entscheidungen für die Zukunft treffen. Wahlen haben hier eine größere Bedeutung als wir jüngeren Leute vielleicht manchmal denken.“

Henry F. A. Jochheim aus der Q1 kommentiert die Wahlerfahrung so: „Ich finde die Juniorwahl sehr gut, da wir sehen, wie die Parteien bei jüngeren Menschen abschneiden. Die richtige Bundestagswahl wird so automatisch Gesprächsthema. Dabei kam man in Diskussionsgespräche mit anderen, bei denen man sich konstruktiv über verschiedene politische Themen und Ansichten austauschen konnte. Mir war schon länger klar, wen ich wählen würde, dennoch war es interessant zu sehen, welche Ergebnisse Meinungsentscheidungsplattformen wie der Wahl-O-Mat anzeigten.“

Zum abschließenden Plan der Fachschaft Sozialwissenschaften gehört es auch, die Wahl und die Ergebnisse mit den Schüler*innen auszuwerten. Allen Beteiligten und vor allem dem Zusatzkurs Sozialwissenschaften mit ihrer Lehrkraft Frau Schütterle einen herzlichen Dank für den Einsatz.

   

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