Verantwortung für Umwelt und Leben als Thema der Projekttage am Gymnasium der Stadt Meschede

Die heutige Welt entwickelt sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Dabei ermöglicht die Entwicklung neuer Technologien auf der einen Seite ein immer bequemeres Leben, indem beispielsweise der Konsum von Gütern aus aller Welt zu jeder Zeit möglich ist. Doch bleibt auf der anderen Seite die Frage nach den Schattenseiten dieser Entwicklungen nicht selten unbeantwortet.

Wer übernimmt Verantwortung für eine Welt, in der jeder Mensch heute, aber auch Generationen nach uns, noch die Möglichkeit hat, sich frei zu entwickeln, für eine Welt, in deren intakter Natur es sich zu leben lohnt? Diese Fragen hat sich das Gymnasium der Stadt Meschede im Rahmen der Projekttage am Ende des vergangenen Schuljahres zum Thema „Wir und unsere Umwelt – Verantwortung für Umwelt und Leben übernehmen“ gestellt und unter anderem zu den Stichworten Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Wiederverwertung und neue Technologien vielfältige Projekte entwickelt und durchgeführt.

In jahrgangsstufenübergreifenden Workshops widmeten sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise der Bedeutung der Insekten für die Umwelt und es wurden sogenannte Insektenhotels zur Schaffung von Lebensraum hergestellt. Auch im Rahmen des Upcycling-Workshops wurde kreativ gearbeitet: Es galt die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler für die versteckten Potenziale im Müll zu sensibilisieren, so wurden aus leeren Tetra-Packs fabelhafte Taschen geschaffen. Neben solchen Verpackungen stellen Plastiktüten einen gewaltigen Anteil an der Verschmutzung der Welt, insbesondere der Weltmeere, dar, wo sie neben anderem Plastikmüll „Müllinseln“ bilden, die die mehrfache Größe der Bundesrepublik aufweisen. Diesem Thema widmete sich ein weiterer Workshop, der die Verwendung von Plastikverpackungen in örtlichen Geschäften untersuchte und sich mit nützlichen Alternativen wie selbst gestalteten Stofftragetaschen beschäftigte. Auch der unmittelbar in der eigenen Schule anfallende Müll stand im Fokus, indem eine Gruppe die Möglichkeiten der Vermeidung von Müll in der Mensa untersuchte und ein „Müllmonster“ bastelte, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Allerdings werden nicht nur Verpackungen weggeschmissen, sondern oft auch Lebensmittel in Supermärkten, wenn diese das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten. Aus diesem Anlass hat ein Workshop mit Lebensmitteln aus dem örtlichen Supermarkt, die sonst entsorgt worden wären, fantastische Menüs zubereitet und damit die Gaumen der Schulgemeinde erfreut und zugleich ein Bewusstsein für die Wertigkeit von Lebensmitteln geschaffen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schließlich kein Wegwerfdatum!

Das Thema Lebensmittel war auch in einem Workshop zentral, der zusammen mit einem örtlichen Landwirt zu der nachhaltigen Tierhaltung gearbeitet hat.

Die Bedeutung von Wasser als Lebensmittel stand im Fokus von Projekten, die die Gewinnung und Zusammensetzung des regionalen Trinkwassers untersuchten. Doch die Bedeutung dieses „alltäglichen Wunders“ geht weit darüber hinaus, wie der erlebnisorientierte Vortrag für die gesamte Schülerschaft von Dr. Heywang zu diesem Thema zeigte. Auch das Projekt zur Bedeutung von Talsperren zeigte die vielseitige Bedeutung von Wasser, hier als Möglichkeit zur emissionslosen Gewinnung von Energie.

Selbstverständlich ist das Thema „Energiegewinnung“ bei diesen Projekttagen nicht zu kurz gekommen, so wurden etwa erneuerbare Energien kennengelernt, Spielzeugautos mit Elektromobilität bewegt und der Braunkohletagebau in Garzweiler sowie das Bioenergiedorf Wallen besichtigt. Nicht nur in diesem Zusammenhang galt es auch unser Klima und insbesondere das Wetter sowie die verschiedenen Einflussfaktoren kennenzulernen.

In diesen und vielen weiteren Projekten wurde so zu einem für die aktuelle Zeit besonders relevanten und zugleich zukunftsweisenden Themenbereich gemeinsam mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern gearbeitet, um so multiperspektivisch Sensibilität im Umgang mit unserer Umwelt und damit verbunden auch uns selbst zu fördern.

 Bericht: Carolin Jaschke, Fotos von Ramón Reineke

Die Bilder zu den Projekttagen findet ihr hier:

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