Eine Wahlbeteiligung von über 90 Prozent, ein Zusatzkurs Sozialwissenschaften aus der Q2 als Wahlhelfer und viele ernsthafte jugendliche Wähler am Gymnasium der Stadt Meschede – das ist das überaus positive Fazit der ersten Juniorwahl. Insgesamt ist festzuhalten, dass das Wahlergebnis der Schülerinnen und Schüler dazu geführt hätte, dass auch eine Koalition zweier Parteien (z.B. CDU/CSU und GRÜNE) möglich gewesen wäre.

Wie in der Realität hätte Dr. Patrick Sensburg das Direktmandat erhalten, allerdings sind die kleineren Parteien am Gymnasium der Stadt Meschede (GRÜNE, FDP) stärker als bei der „echten“ Wahl, die AfD schneidet deutlich schlechter ab (nur ca. 2%), die CDU leicht stärker. Hier die genauen Zahlen bezogen auf die Zweitstimme: CDU 34,2%, SPD 17,9%, GRÜNE 15,5%, FDP 12,5%, LINKE 5,5%, alle anderen Parteien scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Zum Vergleich hier das Ergebnis der ca. 3400 Schulen, die deutschlandweit an der Juniorwahl teilgenommen haben:

juniorwahlergebnis

Das Fazit des Fachschaftsvorsitzenden der Fachschaft Sozialwissenschaften, Christian Wendt, lautet abschließend:

„Die Juniorwahl wurde bei uns fast komplett von den Schülerinnen und Schülern organisiert, man spürte die Ernsthaftigkeit bei allen Beteiligten und konnte zahlreiche kontroverse Diskussionen im Vorfeld, und das nicht nur bei der Schülerschaft, beobachten. Das Kernelement jeder Demokratie, die Wahl, brachte positive Impulse für die ganze Schulgemeinschaft. Die unterrichtliche Arbeit im Vorfeld hatte dieses Mal mit dem Wahlakt im Rahmen der Juniorwahl ein zusätzliches, zeitlich naheliegendes Ziel. Unterricht kann so noch erfolgreicher gestaltet werden."


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