Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik

Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede

Stufe 12

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Motiv der Sehnsucht nach der Vergangenheit

Vergangenheits-/Geschichtsauffassung

  • die Gesellschaft entfernt sich immer mehr vom „goldenen Zeitalter", vom ursprünglichen Zustand (gleichzeitig dient dies als die Definition von „Geschichte" zu dieser Zeit)
  • die Vergangenheit ist das Ideale/Absolute; sie wird als bessere Zeit gesehen
  • als Ziel wird die „Rückkehr zum Bewährten" (bes. zum Mittelalter) angestrebt
  • die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, waren die Stärkung bzw. der Aufbau eines Nationalbewusstseins, die Hoffnung auf eine Nation, nationale Zukunft
  • hierfür schafft die Literatur für jeden einzelnen die Möglichkeit, eigene Visionen, Lösungen zu finden
  • Mythen und Legenden zählen in aller Regel zu Geschichte
  • Mythen dienen zur Legitimation der Herrschaft und der eigenen Kultur
  • unter Zuhilfenahme dieser alten Mythen wird versucht, Handlungs- bzw. Lösungsvorschläge für die Gegenwart und Zukunft zu finden

Caspar David Friedrich, „Klosterruine Eldena" (1824/25)

aus: Biermann, Heinrich/Schurf, Bernd (Hrsg.) Texte, Themen und Strukturen, o.O., o.J. (Cornelsen), S. 253

Dieses Bild zeigt eine Klosterruine aus dem Mittelalter. Die Klosterruine ist Zentrum des Bildes. Im Zusammenhang mit dem Text zu dem Bild, zeigt es uns die Überreste einer glorreichen, mächtigen Vergangenheit. Unter dem Schutz des Glaubens waren alle sicher und alle geeint, alle ein Teil von Gott, ein Teil der Natur. Die Vergangenheit wird als bessere, lebenswertere Zeit gesehen, in der das Leben den Menschen mehr Freude bereitete und Sicherheit bot.

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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001;  Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann