Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik

Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede

Stufe 12

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Motiv der Sehnsucht nach der Unendlichkeit

  • der Mensch strebt nach dem Unendlichen
  • die Religion gibt dem Streben nach dem Unendlichen einen Sinn
  • der wesentliche Sinn des Lebens ist Gefühl, und sei es der Schmerz
  • die Natur dient meist als Symbol für die Unendlichkeit, wie auch die Nacht und der Tod
  • die Weltgeschichten können auch als ein solches Symbol gedeutet werden, zählen hier aber eher zur Ewigkeit
  • das am häufigsten verwendete Motiv hinsichtlich der Natur ist der Himmel, was vor allem die Bilder von Casper David Friedrich kennzeichnet. 

    Bild: Caspar David Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer (um 1818)

    aus: Kohrs, Peter, Deutsch in der Oberstufe, Paderborn 1998 (Schöningh), S. 258

    • Meist wird ein einzelner Mensch gezeigt, der den riesigen, unendlich weiten Himmel betrachtet. Der Himmel ist aber nie „klar" dargestellt, sondern immer entweder mit den „Boten" der Nacht: Mond oder Sterne; oder er ist in Nebel gehüllt bzw. der Himmel ist stark bewölkt. Die Nacht zieht das Grauen der Menschen auf sich. Die „Boten" der Nacht, ihre „Lichter", durchdringen jedoch die Nächte und so sind „durch die Nächte die Lichter gewunden, / Alles ist ewig im Innern verwandt." (Clemens Brentano „Sprich aus der Ferne", Vers 31/32) )

    • ein weiteres Symbol der Unendlichkeit ist die Liebe, welche sogar „der Schöpfung All durchdringt" ( Ludwig Tieck „Melankolie", Versrs 21 )
    • im Tod findet der Mensch erst die Unendlichkeit; erst nach dem Tod findet der Mensch sei erstes(!) Glück, aber auch nur aus Mitleid (Ludwig Tieck „Melankolie", Vers 34/35)

    Textbeispiele:

    Clemens Brentano, Sprich aus der Ferne (1800)

    Ludwig Tieck, Melankolie

     

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