Bild: Caspar David
Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer (um 1818)
aus:
Kohrs, Peter, Deutsch in der Oberstufe, Paderborn 1998 (Schöningh),
S. 258
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Meist
wird ein einzelner Mensch gezeigt, der den riesigen, unendlich
weiten Himmel betrachtet. Der Himmel ist aber nie „klar"
dargestellt, sondern immer entweder mit den „Boten" der
Nacht: Mond oder Sterne; oder er ist in Nebel gehüllt bzw. der
Himmel ist stark bewölkt. Die Nacht zieht das Grauen der Menschen
auf sich. Die „Boten" der Nacht, ihre „Lichter",
durchdringen jedoch die Nächte und so sind „durch die Nächte
die Lichter gewunden, / Alles ist ewig im Innern verwandt."
(Clemens Brentano „Sprich aus der Ferne", Vers 31/32) )
- ein weiteres Symbol der
Unendlichkeit ist die Liebe, welche sogar „der Schöpfung All
durchdringt" ( Ludwig Tieck „Melankolie", Versrs 21 )
- im Tod findet der Mensch
erst die Unendlichkeit; erst nach dem Tod findet der Mensch sei
erstes(!) Glück, aber auch nur aus Mitleid (Ludwig Tieck „Melankolie",
Vers 34/35)
Textbeispiele:
Clemens
Brentano, Sprich aus der Ferne (1800)
Ludwig
Tieck, Melankolie
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