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Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede Stufe 12 Home Vorbemerkung Biologie Deutsch Englisch Geschichte Auswertung |
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Trivialromantik Was bedeutet Trivialromantik? Trivialromantik ist ein Sammelbegriff für fiktionale Texte, die weder den formalen noch funktionalen Kriterien der romantischen Literatur entsprechen. Man nennt sie auch Schemaliteratur. Die verfassten Liebesromane sind meistens sehr klischeehaft und stark übertrieben. Trivialromantik zielt auf eine direkte Wirkung ab, hält sich an konventionelle Stilhaltungen und verwendet konstante Grundmuster. Triviale Texte sind oft anspruchslos und bertrieben stark gefühlsbetont (in der heutigen Zeit wären das Groschenromane und Schlager). Wie entsteht Trivialromantik? Gegen Ende des 18. Jahrhunderts spaltete sich schließlich die Literatur in Kunstliteratur und Trivialliteratur. Trivialliteratur entwickelte sich dort, wo die Literatur nur noch für eine kleine Bildungsbürgerschicht verständlich war. Trivialromantik entsteht durch eine starke Übertreibung der Merkmale der Romantik (Gefühle, Sehnsucht) durch die Verfasser. Die Werke (wie z.B. „Mimili" von Heinrich Clauder) sind meist mit kitschigen Gefühlen angefüllt und sehr stark romantisch ausgebaut (aus "Mimili": " Ich wischte mir, vor Freude zitternd, die Tränen aus dem Gesicht"). Dies entsteht dadurch, dass sich die Autoren viel zu sehr auf diese Gefühle einlassen und sich zu sehr hineinsteigern. Vor allem findet man in Trivialliteratur immenses Klischeedenken (z.B. „blondes, blauäugiges, naives Fräulein...")
Werke: • Gustav Adolph. Ein Familiengemälde aus zwei Jahrhunderten, Leipzig: Beygang, 1791 • Mimili. Eine Erzählung. Dresden: Hilscher, 1816 • Lustspiele. 2 Bde. Dresden: Arnold, 1817 • Meine Ausflucht in die Welt. Eine Erzählung. 2 Bde. Dresden: Hilscher, 1817 • (Hrsg.) Vergißmeinnicht, ein Taschenbuch. 16 Jge. Leipzig: Leo, 1818–34 • (Hrsg.) Allgemeine Preußische Staatszeitung. Berlin 1820–23 • Schriften. 80 Bde. Stuttgart: Macklot, 1827–29• Gesammelte Schriften. 25 Bde. Leipzig: Arnold, 1851 Wie wirkt Trivialliteratur auf das Publikum? Das Bürgertum zur Zeit der Romantik war nicht sehr stark politisch engagiert. Die dadurch entstehende Unklarheit der Einstellungen gegenüber politischen und gesellschaftlichen Problemen war so immens, dass die Bürger froh waren, Anhaltspunkte zu haben, und die fanden sie in der Trivialliteratur. Sie war einfach zu verstehen und gab (trotz der Klischees) eine scheinbare Hilfe aus dem Durcheinander der Meinungen. Im Gegensatz zu den Adeligen bzw. den Gebildeten war die Masse des Bürgertums begeistert von Trivialliteratur. Gelehrte und Adelige sahen diese Art von Literatur unter ihrem Niveau und lehnten sie ab.
Verfasser: Antje Düllmann, Daniel Köhne, Amrei Tschuschke, Dominik König |
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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001; Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann |