Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik

Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede

Stufe 12

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Sturm und Drang (1765-1785)

Romantik (1795-1840)

  • Vorherrschend sind soziale, politische und psychologische Auseinandersetzungen zwischen Bürgertum und Adel (Herrschafts- und Gesellschaftsordnung, religiöse Freiheit, soziale Regeln, technische Verbesserungen, u.a.)

  • Politisches Engagement des Bürgertums

  • zunehmende Intoleranz gegenüber dem aufgeklärten Absolutismus, endgültiges Ziel allerdings ist ein demokratischer Einheitsstaat

  • Auflehnung gegen Tradition und alte Normen

  • Radikale Durchsetzung der Ziele der Aufklärung

  • Anstreben von wirtschaftlicher Sicherheit

  • Blütezeit der Naturwissenschaften

  • Bemühungen zum besseren Verständnis der gegenständlichen Welt

  • Kunst und Literatur dienen der Verdeutlichung von Gefühlen und der Hervorhebung des Individuellen

  • Die Natur als wesentliches Mittel um Gefühle auszudrücken (Naturidealismus)

  • Literatur dient der Ergänzung des Logischen durch gefühlsbetontes Erleben, welches das schöpferische Tun der Menschen fördern soll

 

 

 

  • Zunehmend konservative politische Haltung der Bürger (restauratives Denken)

  • Angst vor dem Fortschritt und Veränderungen.

  • Geringes politisches Interesse des Bürgertums

  • Politisches Ziel ist die Wiederherstellung einer souveränen Herrschaft, um sich von allen französischen Einflüssen, die durch die napoleonischen Kriege entstanden sind, zu befreien.

  • Hinwendung zu nationaler Vergangenheit und Bildung eines Nationalstaates mit dem Mittelalter als Vorbild.

  • Anstreben von wirtschaftlicher Sicherheit.

  • Ablehnende Haltung gegenüber Naturwissenschaften

  • Versuche die Natur zu verstehen stoßen auf Ablehnung.

  • Kunst und Literatur sind nicht länger Mittel zum besseren Weltverständnis, sondern zum intensiveren Erleben der Umwelt (Poetisierung oder Romantisierung).

  • „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Aussehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es" (Novalis)

  • Die romantische Philosophie (Idealismus) widmet sich vorrangig Spekulationen über die Natur und des universellen Geistes.

 

Gefühl und Rationalismus ergänzen sich und sind gleichrangig

Tendenz zum reinen Irrationalismus (Subjektivität)

Johann Heinrich Füssli, Der gefesselte Prometheus, 1770/71

aus: Biermann, Heinrich/Schurf, Bernd (Hrsg.) Texte, Themen und Strukturen, o.O., o.J. (Cornelsen), S. 229

Das Bild zeigt Prometheus, der von den Göttern an einem Felsen festgeschmiedet wurde. Prometheus kämpfte für die Unabhängigkeit der Menschen und lehnte sich gegen die Herrschaft der Götter auf, indem er Zeus das Feuer stahl. Er steht für die Bürger im Sturm und Drang, die für eine Neuordnung der Herrschaftsverhältnisse kämpften.

Caspar David Friedrich, Klosterruine Eldena

aus: Biermann, Heinrich/Schurf, Bernd (Hrsg.) Texte, Themen und Strukturen, o.O., o.J. (Cornelsen), S. 253

Das Bild verdeutlicht die Haltung der Romantik zur Vergangenheit bzw. zum Mittelalter, das Vorbild der Romantiker ist. Er schien eine große, mächtige und glorreiche Zeit für die Menschen gewesen zu sein. Die Einbettung der Ruine in den Wald verdeutlicht die ursprüngliche und schöne Natur der Vergangenheit.

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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001;  Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann