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Motiv der Sehnsucht nach
Selbstverwirklichung
- in der Folge der Aufklärung, im
Rationalismus, nahmen Vernunft und Rationalität zu; die Notwendigkeit,
jedes Handeln mit vernünftigen Gründen rechtfertigen zu können, schadete
dem Individuellen und damit der Selbstverwirklichung. Ebenso wurde die
Religion bzw. der Glaube durch das Aufklärerische eingedämmt, bzw. stark
eingeschränkt, „indem man alles Wunderbare und Geheimnisvolle sorgfältig
von ihr abwusch."
- Der Romantiker versteht somit unter
Selbstverwirklichung das Einbringen der individuellen Fähigkeiten unter
Zuhilfenahme der Emotionen und des Glaubens; er ist nicht auf die Vernunft
beschränkt, die für ihn alles einengt bzw. alles in einen Rahmen presst.
Er fühlt sich frei und kann sich dadurch selbst verwirklichen.
- die Aufklärung erlaubte nur einen
distanzierten, rationalen, nicht zu stark emotional orientierten Zugang zur
Vergangenheit. In der Romantik wird die Vergangenheit, insbesondere die
Religion als Vorbild gesehen. Emotionen und Glaube verhelfen dem Menschen
auch zu einer friedlicheren Gesinnung.
- die Einhaltung der christlichen
Lebensgrundsätze dient der Selbstverwirklichung (tiefe Humanität, Gehorsam
und Treue,...).
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