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Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede Stufe 12 Home Vorbemerkung Biologie Deutsch Englisch Geschichte Auswertung |
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Philip Otto Runge Neben Friedrich war Runge ( 1777-1810) der bedeutendste Maler der Romantik. Er war tief religiös und wollte sein Leben in einer Reihe von Kunstwerken darstellen, und sah in der Schönheit der Natur die höchste göttliche Offenbarung. In der Romantik diente im künstlerischen Bereich fast ausschließlich die Natur als Inspirationsquelle, ganz deutlich ist dieser Trend bei Runge zu sehen: Er versuchte, das spirituelle Erfahren mit dem intensiven Wahrnehmen der Natur zu kombinieren und eine Synthese zwischen Mensch und Natur zu schaffen.
Philip Otto Runge, Der Große Morgen aus: Michel Le Bris, Die Romantik in Wort und Bild, Genf, Stuttgart 1981 (Skira/Klett), S. 73 Dieser Versuch ist sehr schön an seinem Hauptwerk „Der große Morgen" zu erkennen: Eine Kombination aus engelsgleichen Gestalten, zarten Geistern und Frauen, die alle dem Licht entgegenzustreben scheinen. An dieser Stelle kommt die zentrale Bedeutung des Lichtes zum Tragen: Das Licht symbolisiert die höchste Schönheit, in der sich Gottes Angesicht manifestiert. Das Ziel aller Wesen in seinem „Morgen" ist es, dieses zu erreichen und an ihm teilzuhaben. Mittig im Bild ist ein Kind angeordnet, dessen Bedeutung er so versteht: „Kinder müssen wir werden, wenn wir das Beste erreichen wollen." Deswegen ist auch klar, warum er das Kind in seinem Bild als Motiv verwendet hat: Indem wir Menschen die Unschuld von Kindern erreichen und ihr unverblümtes Empfinden uns wieder aneignen, kann unsere Sehnsucht nach der Erleuchtung Gottes gestillt werden. Doch Runge übernahm sich bei diesem Versuch, die göttliche Schönheit bis ins letzte Detail darzustellen und ging letztendlich auch an seinem Drang zur Vervollkommnung zugrunde. |
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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001; Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann |