Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik

Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede

Stufe 12

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Philosophical
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Geschichte:
1765-1819
1820-1847
1848-1871
Statistischer Anhang: Bevölkerung
Statistischer Anhang: Wirtschaftsdaten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

Mode auf dem Hintergrund ihrer Zeit

Mode in der Frz. Revolution

Damenmode in der napoleonischen Zeit

Damenmode bis 1825

Damenmode 1825-1850

Herrenmode 1800-1850

Mode in der Französischen Revolution

Mit der Französischen Revolution setzte ein völlig neues Kapitel in der Damenmode ein, das durch den Abschied von der höfischen Mode und durch Verbürgerlichung der Mode gekennzeichnet ist (vgl. Thiel, a.a.O., S. 277). Der Gedanke der Demokratie und die Forderung „Zurück zur Natur!" wurden modisch verkörpert als „Vorliebe für das Schlichte, Einfache und vermeintlich Ungekünstelte" (Lehnert, a.a.O., S. 84) sowie als Bevorzugung der Farbe weiß als Farbe der Reinheit und Natürlichkeit (vgl. Lehnert, ebda.). Neben Weiß wurden in erster Linie blasse Farben verwendet. Mit propagiert durch die Werke des „Malers der Revolution" Jacques Louis David wurde die griechische Antike als Zeit der Entstehung der Demokratie Vorbild des herrschenden Modestils. Statt der vorrevolutionären Betonung der Breite wurde nun die Längsachse betont. Gefragt waren schlanke Linien. Bevorzugt wurden die sogenannten Chemisenkleider (chemise wegen des hemdartigen Schnittes). Die Taille wurde unter die Brust verlegt, so daß die Kleider gerade am Körper herabfielen und höchstens gelegentlich von einer Schärpe in der Taille gehalten wurden. Die Ärmel wurden kurz getragen, häufig als kleiner Puffärmel. Diese Vereinfachung der Kleidung befreite die Frauen gleichzeitig von der bisher üblichen körperverformenden Unterkleidung und dem Tragen zahlreicher Unterröcke oder Gestelle, die die bis dahin modischen ausladenden, breiten Röcke in Form hielten. Die Kleider waren meist aus feinem Musselin. Das ungepuderte Haar wurde nur mit einem Band oder einem Tuch geschmückt. Über den dünnen Kleider trug man einen dreiviertellangen Mantel aus wärmerem und farbigeren Material sowie mehrere Stolen oder Schals.

Damit setzte sich die Mode klar von der vorrevolutionären Kleidung ab. Dass dies ein erwünschter Vorgang war, zeigt sich darin, dass die Neugestaltung der Mode als eine so wichtige öffentliche Angelegenheit betrachtet wurde, dass sich der Konvent damit beschäftigte. Er beauftragte David, eine Art Nationalkostüm zu entwerfen, das sich am Leitbild des Bürgers und nicht mehr des Höflings orientieren sollte. David schlug die Einführung eines Anzuges vor, der aus einer Hemdjacke und Pantalons bestand (vgl. Thiel, a.a.O., S. 282). Zwar kam es nicht zur Einführung eines solchen Nationalkostüms, jedoch gehörte es zum guten Ton während der Revolution, sich in den französischen Nationalfarben weiß-rot-blau zu kleiden (vgl. Thiel, a.a.O., S. 278). 

Nationaltracht des französischen Bürgers, Entwurf von Jacques Louis David, 1793

aus: Thiel, a.a.O., S. 281

Aus der Revolutionszeit erhielten sich insbesondere in der Herrenmode der Frack und der Gehrock sowie die aus den Pantalons der Sansculotten entwickelte schmale, gerade Herrenhose. Letztere war während der Revolution Symbol der Demokratisierung geworden (vgl. Lehnert, a.a.O., S. 85).

Labrousse, Die neuen Maße und Gewichte

aus: Thiel, a.a.O., S. 286

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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001;  Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann