Bild: Caspar David Friedrich,
Frau am Fenster (1822)
aus:
Biermann, Heinrich/Schurf, Bernd (Hrsg.) Texte, Themen und Strukturen, o.O.,
o.J. (Cornelsen), S. 247
|
Die
Ferne weckt die Sehnsucht nach dem Unbekannten, Neuen, nicht Fassbaren
bzw. Erreichbaren für den Menschen. Innerhalb seines Raumes ist er
eingeengt. Die Ferne weckt die Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit, die
dem Menschen aus seiner Einsamkeit und dem Alltagstrott entfliehen lässt.
Die
Ferne weckt das Verlangen nach neuen Erkenntnissen, nach dem Erleben der
Natur, nach Selbstverwirklichung. Der Mensch will in eine andere Welt
eintauchen und andere Lebensweisen kennen lernen.
Das
Ziel ist jedoch für den Menschen nie erreichbar, dies verstärkt seine
Sehnsucht. Es bleibt ein Traum.
Textbeispiele:
Clemens Brentano, Sprich aus der Ferne (1800)
Joseph
von Eichendorff, Sehnsucht (1834)
|