|
Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede Stufe 12 Home Vorbemerkung Biologie Deutsch Englisch Geschichte Auswertung |
|
|
1610 wurde das einfache Mikroskop von Galilei erfunden, welches der erste Schritt zur Entdeckung der einzelnen Bausteine im Lebewesen war. Robert Hooke, ein englischer Wissenschaftler, untersuchte 1665 mit seinem selbst entwickelten Mikroskop (mit 270facher Vergrößerung) dünne Korkscheiben. Er fand heraus, dass diese aus schachtelähnlichen Abteilungen zusammengesetzt waren, die er Zellen nannte. Er war sich dieser Entdeckung aber nicht bewusst, da er diese Kästchen für eine Eigenschaft des Korks hielt.
(a) zusammengesetztes Mikroskop (b) Robert Hookes Zeichnung des Robert Hooke mit einem Objektiv des Korks (Eichenrinde) und einer Okularlinse, welches eine 270-fache Vergrößerung liefert Bild aus: www.rrz.uni-hamburg.de/biologie/b_online/d04/04.htm Unabhängig davon, etwa zur selben Zeit, beobachtete der holländische Wissenschaftler Anton van Leeuwenhoek mit seinem Mikroskop Organismen, die wir heute als Einzeller bezeichnen. Er mikroskopierte mit Blutzellen, tierischen Spermazellen und Zahnsteinablagerungen, wobei er bei Letzterem Bakterien bemerkte, durch die er zum Zweifeln an der damaligen Theorie, dass Leben aus Totem entsteht, kam. Seine neue Theorie war nun, dass „Bakterien, ‘sowie alle anderen kleinen Lebewesen aus ihresgleichen hervorgehen durch Eier, Samen oder Laich’". Dies war der Beginn der ZELLBIOLOGIE. Man gelangte zu dem Wissen, dass tierische Organe aus Geweben wie Muskeln, Knochen, Knorpel und Fett bestehen. Über höhere Pflanzen wusste man, dass sie aus unterschiedlichen Geweben zusammengesetzt waren (z.B. Stengel, Wurzel, Blätter). Dutrochets entwickelte eine Theorie, die besagte, dass alle Gewebe aus kugelförmigen kleinen Zellen zusammengesetzt sind, die dabei verschiedene Gestalt und Struktur haben konnten. Kohäsionskräfte im Gewebe sollten sie zusammenhalten. Diese Ansichten haben sich heute kaum verändert. 1833 entdeckte Robert Brown innerhalb von Pflanzenzellen einen dichten, kreisförmigen Bereich, den er Zellkern nannte. (Fünf Jahrzehnte zuvor hatte Fontana bereits ovale Körper in Aalhaut erkannt, die er als Kerne identifizierte.) In folgender Zeit erkannte man den Einfluss des Kerns auf die Zellteilung bei Pflanzen, jedoch nicht die Funktion. 1839 wurde die klare Funktion der Zellen (Zellen als Grundbausteine des Lebens) endlich von Matthias Schleiden und Theodor Schwann definiert. Dies gelang ihnen durch die Zusammenfassung aller mikroskopischen Untersuchungen der vorherigen Zeit. Sie fanden heraus, dass sich Zellen nicht durch Kristallisation aus Flüssigkeit bilden bzw. durch ältere Zellen gebildet werden, sondern dass sich Mutterzellen in jeweils zwei Tochterzellen teilen. Der Begriff der ZELLTEILUNG wurde eingeführt.
Rudolf Virchow, dem diese Theorie unbekannt war, stellte 1855 ähnliches fest: „Wo eine Zelle ist, da muss eine frühere Zelle gewesen sein, genau wie ein Tier stets aus einem Tier und eine Pflanze stets aus einer Pflanze hervorgeht." Daraus schloss er, dass es ein „Gesetz der fortlaufenden Entwicklung oder der ununterbrochenen Fortpflanzung" geben muss. Er konnte als Erster nachweisen, dass die Zelltheorie für erkranktes Gewebe ebenso gilt wie für gesundes und dass erkranktes Gewebe von ehemals gesunden, krankhaft veränderten Zellen des Gewebes stammt. 1839 benannte Purkinje den Zellinhalt Protoplasma. Er war überzeugt, dass es eine wichtige Bedeutung habe. Man wusste bereits, dass sie nicht nur aus einer Substanz bestand. Durch die Färbung des Kernmaterials beobachtete man das Kernverhalten und konnte so dessen genaue Funktion bestimmen. Heute: Man weiß, dass die Zelle viele Aufgaben hat, sich an chemischen Verbindungen beteiligt, immer aktiv ist und sich dauernd verändert. Vergleich von DAMALS und HEUTE
Literaturverzeichnis: Ambrose,E.J. / Easty,Dorothy; „Zellbiologie". Chemie: 1974. Hafner, u.a. ; „Biologie heute S II". Schroedel: 1997. Markl,Jürgen; „Biologie". Spektrum: 1997. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001. Scharf,Karl-Heinz /Weber,Wilhelm; „Cytologie". Schroedel: 1984. Verfasser: Alexa Schomacher, Daniela Büngeler, Julia Meisterjahn, Lioba Schulte, Maria Poppendieck |
|
© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001; Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann |