Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik

Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede

Stufe 12

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Biologie:
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Deutsch:
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Englisch:
Background
Philosophical
Social and cultural
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Painters
Younger poets
Transition Period
Geschichte:
1765-1819
1820-1847
1848-1871
Statistischer Anhang: Bevölkerung
Statistischer Anhang: Wirtschaftsdaten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

Beurteilung des Projekts aus Schüler- und Lehrersicht

Auswertung aus Schülersicht

Auswertung aus Lehrersicht

Die vorliegende Auswertung aus Schülersicht basiert auf den Beurteilungsbögen nur eines der beteiligten Kurse und ist daher vorläufig.

Zur Zeiteinteilung - an drei Tagen wurde von 7,30 - 12,40 Uhr und von 14,15 - 17,00 Uhr, am vierten Tag von 7,30 - 12,40 Uhr gearbeitet - bemerken die Schüler übereinstimmend:

  • Die Arbeit am Nachmittag wird als problematisch betrachtet. Die Konzentrationsfähigkeit und die Motivation lasse nach, so dass am Nachmittag nur noch einfache und eher technische Aufgaben bewältigt werden konnten.
  • Die Mittagspause sei zwar richtig kalkuliert gewesen; dennoch ergaben sich für auswärtige Schüler Probleme, in der verfügbaren Mittagspause den Wohnort zu erreichen und pünktlich in der Schule wieder anwesend zu sein. Dies betrifft vor allem die in der ländlichen Region auf den ÖPNV angewiesenen Schüler.
  • Einige Schüler stellen fest, dass sie aufgrund der Nachmittagsarbeit in der Schule ihre sonstigen Verpflichtungen (Sportvereine etc.) nicht wahrnehmen konnten und damit ihre zur Disposition stehende Zeit umorganisieren mussten. Dies wurde als Eingriff in das private Leben empfunden.

Zur Organisation im Jigsaw-Puzzle:

  • Die Jigsaw-Methode wird von den Schülern als Methode innerhalb des Kurses positiv beurteilt. Sie habe ermöglicht, ein sehr umfangreiches Themenspektrum zu bearbeiten und die Ergebnisse auszutauschen.
  • An den kursübergreifenden Jigsaw-Puzzles wird Kritik geübt, die sich vor allem auf die Kombination der Fächer bezieht. So stellen die Schüler des LK Deutsch fest, dass sie zwar von den Ergebnissen der LK´s Englisch und Geschichte profitieren und diese in ihre eigene Arbeit einbeziehen konnten; die Ergebnisse des Faches Biologie hätten jedoch nichts für die eigene Arbeit erbracht. Eine Arbeitsgruppe führt aus, dass diese Ergebnisse so wissenschaftlich dargestellt worden seien, dass man den Ausführungen als Nicht-Biologe nicht habe folgen können.
  • Die Zahl der Gruppenmitglieder sei bei den kursübergreifenden Expertengruppen zu hoch gewesen, und teilweise seien die Expertengruppen nicht zu einer Diskussion über die Ergebnisse gekommen.

Zur Teamarbeit in den im Kurs und teilweise in sich arbeitsteilig arbeitenden Gruppen:

  • Die meisten Schüler sind der Meinung, die erforderlichen Planungsarbeiten - sowohl von der inhaltlichen wie auch der zeitlich-organisatorischen Seite her - in den Gruppen angemessen bewältigt zu haben.
  • Die meisten Schüler attestieren sich gegenseitig, die auf sie entfallenden Aufgaben in den Teams vereinbarungsgemäß erledigt zu haben.
  • Positiv wird bewertet, dass die Schüler sich in den Teams die Aufgaben selbst aussuchen konnten, die in dem Bereich mit eigenen Stärken oder Interessen liegen.
  • Innerhalb der Teams sind die Aufgaben teilweise auch in Einzelarbeit erledigt worden; einige Schüler gaben an, nicht gerne in Gruppen oder im Team zu arbeiten, weil sie alleine schneller und effektiver arbeiten und lernen könnten.
  • Die Tatsache, dass den Schülern während der Projekttage in ausreichendem Maße PCs mit Internetanschluss zur Verfügung standen, wird als förderlich für den Erfolg der Arbeit gesehen.
  • Die Schüler, die nicht über viel Erfahrung im Umgang mit dem PC verfügten, konnten sich problemlos von anderen helfen lassen.
  • Die meisten Schüler des LK Deutsch beurteilten positiv, dass die Gruppeneinteilung durch den Lehrer vorgenommen wurde und der Lehrer die Zwischenergebnisse der Gruppen durchsah.

Zum Thema und der Projektarbeit generell:

  • Einhellig wurde die Arbeit als anstrengend und anspruchsvoll beurteilt.
  • Die meisten Schüler waren der Ansicht, dass es sinnvoll gewesen sei, diese umfangreiche Arbeit projektmäßig zu bearbeiten, weil es ansonsten nicht möglich gewesen wäre, den Arbeitsumfang in gleicher Zeit zu bewältigen.
  • Kritisiert wird von Schülerseite die Fächerkombination: das Fach Biologie habe aus Sicht der geisteswissenschaftlichen Fächer wenig zum Gesamtprodukt beitragen können.
  • Einige Schüler sind der Auffassung, dass das Thema wenig begeisternd gewesen sei, die meisten wiederum meinen, dass das Thema sinnvoll in die Gesamtplanung des Halbjahres passe und äußern sich positiv überrascht, dass sie schnell „etwas mit dem Thema anfangen konnten".
  • Vereinzelt wurden Mitentscheidungsrecht der Schüler bei der Themenauswahl angemahnt sowie mehr außerschulische Arbeit (Museumsbesuch etc.) gefordert.

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Aus Lehrerperspektive ergaben sich folgende Meinungen:

  • Die zu Beginn bestehende Skepsis über die Fächerkombination bleibt bestehen. Die Lehrer der geisteswissenschaftlichen Fächer sehen Probleme im Umgang mit den „naturgesetzlich" auftretenden naturwissenschaftlichen Ergebnissen, wenn nicht von vornherein eingeplant wird, das Verhältnis Geistes- und Naturwissenschaften zu thematisieren und dafür auch die Zeit zur Verfügung steht.
  • Die Lehrer beurteilen diese konzentrierte Form der Projektarbeit insgesamt positiv, sehen aber Probleme darin, solche Projekte während des normalen Unterrichts durchzuführen, weil der Zusammenhang des Arbeitens durch die Unterbrechungen der Arbeit im normalen Schulbetrieb gestört werden würde und immer wieder Reibungsverluste durch Wiederfinden des "roten Fadens" entstehen würden.
  • Die Beobachtung der Schüler während der Teamarbeit und die Ergebnisse der Teamarbeit zeigen eine gewisse Polarisierung der Schülerschaft:
  • Einige Schüler arbeiteten konzentrierter und gründlicher als im „normalen" Unterricht. Sie zeigten gewissermaßen „universitäre" Verhaltensweisen in Bezug auf die Arbeitsweise und Arbeitshaltung, so dass gelegentlich auch äußerlich universitätsähnliche Atmosphäre aufkam. Letzteres betrifft vor allem diejenigen Schüler, die auch außerhalb des Projektes eine hohe Motivation und Leistungsfähigkeit zeigen.
  • Einige Schüler zeigten qualitativ gute Leistungen und eine Arbeitshaltung, die sie außerhalb des Projektes so nicht praktizieren.
  • Ein Teil der Schüler nutzte die Arbeitsorganisation, um sich hinter der Gruppe zu „verstecken", d.h. sie erledigten nur kleinere Aufgaben, für die sie unverhältnismäßig viel Zeit benötigten oder zu benötigen schienen.
  • Die Organisation der Arbeit in den Teams/Gruppen scheint für die Schüler wenig problematisch gewesen zu sein: Die Arbeitsberichte der Gruppen zeigen, dass eine zielgerichtete und zweckmäßige Planung einschließlich Zeiteinteilung erfolgte, deren Einhaltung auch kontrolliert und reflektiert wurde. Wenige Gruppen mussten ihre Planung modifizieren- in der Regel erweitern -, konnten dies jedoch plausibel begründen.
  • Für die Lehrer war die Vorbereitung des Projektes hinsichtlich der Fülle und Breite des zu Bedenkenden und des Zeitaufwandes dafür außerordentlich aufwendig, zumal von vornherein vermieden werden sollte, dass die Schüler insbesondere bei den Internet-Recherchen planlos „surften". Diese Meinung wird ausdrücklich auch von den Lehrern vertreten, die bereits seit langem mit den Neuen Medien vertraut sind und sie häufig nutzen.
  • Die Durchführung des Projektes wurde von den Lehrern ebenfalls als anstrengend empfunden, und zwar einmal aufgrund der Intensität, mit der die Arbeit der Schüler begleitet werden musste, zum anderen wegen der quer zum Biorhythmus liegenden Zeiteinteilung der Projektarbeit, die insbesondere die nicht mehr sehr jungen Lehrer belastet. Die Lehrer wären dankbar, wenn solche Erfahrungen bei den Diskussionen über die Ganztagsschule berücksichtigt würden.
  • Der Eindruck erhöhter Belastung ergibt sich auch daraus, dass die Lehrer nach dem Ende der täglichen Projektarbeit, d.h. nach einem achtstündigen intensiven Arbeitstag noch erhebliche Vorbereitungen für den nächsten Tag zu leisten hatten (Suche nach bestimmten nachgefragten Büchern; Durchsehen der Zwischenergebnisse, um am folgenden Morgen die Gruppen beraten zu können, etc.). Zudem stand für die Lehrer am Ende der Projektwoche kein arbeitsfreies Wochenende an, sondern die Korrektur der Klassenarbeiten/Klausuren, die während der Woche nicht geleistet werden konnte.
  • Als entlastend wurde dagegen empfunden, dass es möglich war, sich über einen längeren Zeitraum gründlich mit einem Thema zu beschäftigen, im Gegensatz zu dem sonst üblichen 45- oder 90minütigem Wechsel von Thema und Klasse.
  • Die Lehrer stimmten auch in der Rückschau darin überein, dass es sinnvoll war, das Thema gemäss den in der Vorbemerkung dargestellten Kriterien festzulegen, es also in den Ablauf des Halbjahresstoffes zu integrieren.
  • Scharf zu kritisieren ist aus Lehrersicht der Umstand, dass die Curricula Anforderungen stellen, deren Durchführung bzw. angemessene Beurteilung im Detail letztlich eine Überforderung der Lehrer darstellt. So erwartet das Curriculum eine angemessene Präsentation der Ergebnisse, und zwar adressatenbezogen, und wünscht ausdrücklich, dass die Ergebnisse auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, was als Beitrag zur Schulkultur und zum Erscheinungsbild einer Schule in der Öffentlichkeit gesehen wird. Auf Hinweis eines Kollegen beschäftigten sich die Lehrer daraufhin mit urheberrechtlichen Fragen, da die Veröffentlichung insbesondere von Abbildungen auf Webseiten aus Lehrersicht zu einem zu klärenden Fragenkreis gehörte, zumal den Lehrern klar war, dass Webseiten ohne Abbildungen nicht mediums- und adressatenbezogen sein würden.  Praktikable und verständliche Ausführungen zu diesem Fragenkreis ließen sich jedoch nirgendwo finden. Der Blick in die entsprechende Rechtsgrundlage und deren Kommentierung ließ vermuten, dass es sich bei dem Vorhaben und angesichts der Zweckbestimmung des Projekts um Schul- und Unterrichtsgebrauch oder um Zitate in einem selbständigen Sprachwerk handele; jedoch verwendete der Kommentar eine Unmenge fachspezifischer Begriffe, die letztlich mehr verwirrten als Aufklärung boten, und verwies auf einzelne Gerichtsurteile, in die keine Einsicht möglich war. Es muss kritisiert werden, dass solche Überprüfungen Lehrern an allgemeinbildenden Schulen zugemutet werden, die nicht Jura studiert haben, zumal offensichtlich das Urheberrecht einen Rechtsbereich darstellt, der in der Praxis auch von Juristen eine Spezialisierung verlangt. Rechtsberatung durch entsprechend spezialisierte Anwaltsbüros sind aus den knappen Etats der Schulen nicht leistbar. Weiter wird von den Lehrern nunmehr erwartet, eine große Anzahl Einschreiben an (potentielle) Urheberrechtsinhaber zu versenden, was bedeutet, dass Adressen eruiert werden müssen usw. Das stellte sich als eine sehr zeitaufwendige Arbeit heraus, die aufgrund von Absagen einiger Verlage den Ersatz ursprünglich gewählter Materialien erforderlich machte und dadurch eine ständige Inanspruchnahme von Aufmerksamkeit und Zeit bedeutete. Zum anderen ist es auch für Schüler nicht sehr motivierend, wenn aufgrund unbeurteilbarer Rechtslagen das von den Schülern erstellte Produkt erst längere Zeit nach der Fertigstellung, an der mit voller Kraft gearbeitet worden war, veröffentlicht werden kann. Solche Probleme sprechen sich an einer Schule und auch über die eine betroffene Schule hinaus herum und fördern nicht gerade die Bereitschaft der folgenden Jahrgänge, sich auch an ein solches Projekt zu begeben. Letztlich richtet sich die Kritik gegen die Macher des Curriculums  und diejenigen, die Umgang mit Neuen Medien wünschen, Wettbewerbe insbesondere für Internet-Projekte ausschreiben, die Basis aber mit solchen Problemen alleine stehen lassen. Wir können also nur hoffen, dass unser Vorgehen rechtskonform ist, und müssen mit der Tatsache leben, dass der Spruch, der Mensch befinde sich auf hoher See und vor Gericht nur in Gottes Hand, bei der Umsetzung von Curricula auf göttliche und menschliche Gnade trifft. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich den Einwand zurück, die Curricula erwarteten, dass Projekte ausschließlich zu eigenen kreativ-künstlerischen Leistungen führen sollten, bei denen diese Problematik nicht auftauchen könne. Wir sind der Auffassung, dass die geistige Durchdringung und Verarbeitung der Werke anderer ebenfalls einen kreativen Prozess darstellt, der insbesondere mit den wissenschaftspropädeutischen Zielen der Richtlinien für die Sekundarstufe II übereinstimmt.
  • Bei einer häufigeren Durchführung derartiger Projektarbeit, die eben nicht nur ein Gebiet anreißt, muss eine anderweitige deutliche Reduzierung der Verpflichtungen der Lehrer erfolgen. In diesem Zusammenhang ist klar auf das Gutachten zur Lehrerarbeitszeit hinzuweisen. 

Zuletzt möchten Schüler und Lehrer darauf hinweisen, dass sie sich über Rückmeldungen zu unserem Projekt freuen, seien sie positiv oder konstruktiv kritisch. Mailen Sie uns!

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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001;  Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann