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Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede Stufe 12 Home Vorbemerkung Biologie Deutsch Englisch Geschichte Auswertung |
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Geschichtlicher HintergrundMitte des 17. Jh. fanden Berechnungen des genauen Datums der Schöpfung statt. Als Ausnahme galt der frz. Naturforscher Louis Ledere de Buffon (1707-1788). Er hegte Zweifel an Gottes Schöpfung und schätzte das Alter der Erde auf 30000 Jahre. Auf ihn gehen die ersten Evolutionsgedanken zurück. Bis zum 18. Jahrhundert jedoch ging man von der biblischen Schöpfungsgeschichte aus, welche die Konstanz der Arten vertritt. Darunter versteht man die Unveränderlichkeit eines Individuums seit Beginn der Schöpfung. In dieser Zeit wurden verstärkt Weltreisen unternommen, wodurch das Interesse an der Pflanzen- und Tierwelt wuchs und sich ein starkes Bedürfnis nach Ordnung und Übersichtlichkeit herausbildete. Es entstanden somit Enzyklopädien. Carl von Linné (1707-1778) klassifizierte als erster die Tier- und Pflanzenarten. Charles Lyell (1797-1875) begründete eine historische Geologie, nach der sich auch die Erde kontinuierlich entwickelt hat. Diese war von großer Bedeutung für die Evolutionsgedanken. Eher akzeptiert wurde die Katastrophentheorie von Georges Baron de Cuvier, da diese nicht die Schöpfungsgeschichte der Bibel angefochten hat. Eine weitere Schwierigkeit im 18. Jh. bestand darin, dass das Bildungsbürgertum sehr gering ausfiel, besonders in Frankreich mit nur 2% der Bevölkerung. Dies sollte sich erst nach der frz. Revolution 1789 ändern. In dieser von Gegensätzen und Konflikten geprägten Epoche versuchten Lamarck und Darwin, ihre Evolutionstheorien durchzusetzen.
Jean Baptiste de Lamarck (1744-1829) begann erstmals 1763, sich mit botanischen Studien auseinander zu setzen. Nicht nur die Pflanzen-, sondern auch die Tierwelt interessierte ihn, so dass er 1793 Professor der Zoologie wurde. Somit beschäftigte er sich mit vielen verschiedenen Insektenarten, bei denen er auffällige Gemeinsamkeiten in der Gestaltung der Organe bemerkte. Nach weiteren Vergleichen und genaueren Untersuchungen stellte er eine Art "Stufenleiter" der Entwicklungen fest. Dabei war er der Überzeugung, dass alle Lebewesen miteinander verwandt sind und komplizierte Organismen aus einfachen entstehen, also nacheinander hervorgebracht werden.
Eine Veränderung der Umweltverhältnisse ruft beim Tier veränderte Bedürfnisse hervor. Das führt zu veränderten Tätigkeiten. Der häufige Gebrauch von Organen führt schließlich zu ihrer Entwicklung, Kräftigung und Vergrößerung. Nichtgebrauch führt dagegen zur Schwächung und zum Verschwinden eines Organs. Beim Vorhandensein entsprechender innerer Bedürfnisse können nach Lamarck also auch neue Organe entstehen. Die so erworbenen Eigenschaften werden an die Nachkommen vererbt.
Ein gutes Beispiel für die Verkümmerung von Organen ist der Maulwurf. Da er ständig im Dunkeln lebt, haben sich seine Augen "zurückgebildet".
Charles begann bereits mit 12 Jahren, sich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. Sein Medizinstudium brach er ab, um Theologie zu studieren. Während dessen lernte er die Professoren Adam Sedgwick und John Stuart Mill kennen, die ihn zu naturwissenschaftlichen Untersuchungen inspirierten. So begab er sich auf die Exkursion mit der "Beagle", einem engl. Forschungsschiff, die am 27.12.1831 für eine 5 jährige Reise von Devonport startet. Darwin nahm als unbezahlter Naturforscher teil. Er war über die Vielfalt der exotischen Tier- und Pflanzenwelt und auch über die Tatsache, dass eine Verwandtschaft zwischen ausgestorbenen und lebenden Tieren besteht, begeistert.
Wieder zurück in England befasste er sich mit der Auswertung seiner gesammelten Materialien und Erkenntnisse und verfasste schließlich seine Evolutionstheorie. Diese beruht auf natürlicher Auslese und zufälligen Mutationen. Die Theorie geht davon aus, dass es innerhalb einer Art immer Unterschiede im Bau und der Lebensweise gibt. Durch einen Kampf ums Dasein geschieht eine natürliche Auslese, da besonders gut angepasste Arten bessere Überlebens- und Vermehrungschancen haben. Ihm gelang hiermit eine Erklärung für das Aussterben der schwächeren Tierarten. Im Laufe der Zeit haben sich die genetischen Informationen verändert, indem die guten Eigenschaften an die Nachkommen vererbt werden. Während der langen Zeit der Evolution auf der Erde könnte man daraus ableiten, wie die verschiedenen Tierarten und auch der Mensch entstanden sind und dass sie alle irgendwie miteinander verwandt sind, einen einzigen gemeinsamen Ursprung haben. Auch hier lässt sich die Theorie am Beispiel der Giraffe verdeutlichen:
Die Umwelt spielt bei beiden Wissenschaftlern für die Entstehung neuer Arten eine entscheidende Rolle. Bei Lamarck allerdings passen sich die Lebewesen aufgrund ihrer Bedürfnisse aktiv an Umweltveränderungen an, für ihn stehen die Umwelt und ihre Veränderungen an erster Stelle. Bei Darwin werden die Lebewesen passiv an Veränderungen angepasst. Entscheidend hierfür ist die Zufälligkeit der Gene, die den Kampf ums Dasein bestimmen. Aus diesen Tatsachen lässt sich schlussfolgern, dass Lamarcks Evolutionsvorstellung eher unwahrscheinlich ist, da durch Bedürfnis entstandene Eigenschaften nicht vererbbar sind. Betrachtet man z.B. einen Boxer oder eine braun gebrannte Frau. Ihre erworbenen Eigenschaften, die Muskeln des Boxers und die veränderte Hautfarbe der Frau, lassen sich nicht auf ihre Kinder übertragen. Darwins Evolutionstheorie ist hingegen wahrscheinlich. Sie basiert auf Beobachtungen der Natur und lässt sich auch durch sie belegen. Ein aktuelles Beispiel wäre der DDT-Einsatz zur Schädlingsbekämpfung. Ein zufällig resistenter Schädling erzeugt nach einem Einsatz des Giftes weitere immune Tiere, die bei erneuter Anwendung als einzige überleben. Die Resistenz wird an die Nachkommen vererbt, so dass erneute DDT-Einsätze ihre Wirkung verlieren. Beweisen konnte Darwin seine Theorien jedoch nicht, da noch keine Erkenntnisse im Bereich der Genetik gewonnen waren. Erst Mendel konnte Einblicke in die Vererbungslehre geben. Quellen: Biologie heute S(, Hafner et al. Schroedel Schulbuchverlag GmbH, Hannover 1988- Linder Biologie, Bayrhuber + Kull, Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1989 - Evolutionstheorie, Franz M. Wuketits, Wissenschaftliche Buchgesselschaft, Darmstadt 1988- Spektrum der Wissenschaft, Bographie Darwin 2/1999- Praxis der Naturwissenschaften Biologie, Adaptive Radiation, Aulis Verlag Deubness & CO KG, Köln 15.4.1985 Verfasser: Marzena Franek; Anne-kathrin Johannsmeier; Mara Jung; Susana Santos; Anne-Kristin Schwarz |
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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001; Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann |