Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert: Romantik

Projekt des Gymnasiums der Stadt Meschede

Stufe 12

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Statistischer Anhang: Wirtschaftsdaten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

Georges Baron de Cuvier,

"Die Katastrophentheorie"

Die Katastrophentheorie

Wie kam Cuvier zu seiner Theorie?

Johann Wolfgang Goethe, Vergleichende Pflanzenmorphologie 

aus: http://tescalinet.ch/biografien/biografien/cuvier.htm

Bild 1: Georges Baron de Cuvier

Der französische Naturforscher, geboren am 23. August 1769 in Montbéliard, studierte Medizin und Zoologie. Seit 1795 Professor in Paris, wandte sich der vergleichenden Anatomie zu und untersuchte die zahlreichen Knochenfunde in den Kalkablagerungen des Pariser Beckens. Das Ergebnis dieser Arbeit legte er in seinem 15 Bände umfassenden Werk "Das Tierreich" nieder, das zwischen 1817 und 1849 erschien. Hier wird die Tierwelt erstmals in verschiedene Gruppen eingeteilt, die dem Forscher helfen, aus Details auf die Beschaffenheit des ganzen Tieres zu schließen.

Cuvier wurde damit zum Mitbegründer der Paläontologie. Bei seinen Forschungen kam er zu dem Schluß, die ganze Schöpfung sei mehrmals vernichtet und wieder neu geschaffen worden. Diese Katastrophentheorie, die mit der christlichen Vorstellung der Sintflut übereinstimmte, wurde später selbst noch gegen Darwins Evolutionstheorie ins Feld geführt. Cuvier starb am 13. Mai 1832 in Paris.

„Katastrophentheorie"

Durch umfangreiche Ausgrabungen im Pariser Becken, und Auswertung der Funde, kam Cuvier zu seiner Katastrophentheorie, welche besagt, dass fossile Arten regelmäßig durch eine Andere ersetzt werden. Dies geschieht jedes Mal in Folge einer Katastrophe, wie zum Beispiel die sintflutartigen Überschwemmungen, die mit der christlichen Vorstellung der Sintflut übereinstimmen, was zu seinen Lebzeiten allgemein Zustimmung fand. Durch diese alles vernichtenden Naturkatastrophen, wurde jedes Mal die gesamte Landfauna und alle Lebewesen komplett verändert. Cuviers Theorie wurde jedoch durch die Abstammungslehre und die aufblühende Geologie widerlegt.

Bild 2: Fossilien wie dieses untersuchte Cuvier im Pariser Becken

aus: Wolfgang Schwoerbel, Evolution. Strategie des Lebens, S. 14

„Wie kam Cuvier zu seiner Theorie?"

Die Fossilien die er im Pariser Becken fand, lagen getrennt voneinander in unterschiedlichen Gesteinsschichten. Aufgrund dieser Erkenntnis kam Cuvier zu der Annahme, dass die Tiere jeder Gesteinsschicht in immer wiederkehrenden Naturkatastrophen umgekommen sein müssten. Nach jeder entstanden neue Arten (s.o.). Diese Anschauung fasst man unter dem Begriff „Katastrophentheorie" zusammen. Er erkannte, daß, je älter die versteinerten Lebewesen waren, sie sich desto mehr von den heutigen Lebewesen unterschieden. Aber er hielt an der Überzeugung der Unveränderbarkeit der Arten fest. 

In der Paläontologie werden die versteinerten Reste von Tieren und Pflanzen aus früheren Erdzeitaltern untersucht. Man muss die Paläontologie daher in die beiden Untergebiete Paläobotanik und Paläozoologie gliedern. Das Hauptziel der Paläontologie ist es, Klarheit über die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen bis zu den heutigen Formen zu schaffen. Die Aufgabe der Paläontologie besteht im Aufsuchen, Beschreiben und Einordnen der Überreste. In den meisten Fällen bleiben nur die harten Teile wie Knochen, Schalen, Zähne, Schuppen oder Gehäuse erhalten. Manchmal wurden Tiere so vom Schlamm eingeschlossen, dass Bakterien sie nicht zersetzen konnten. Als der Schlamm fest wurde entstanden Abdrücke, z.B von Fischen, Krebsen und Schnecken. Nur wenn ein totes Lebewesen sofort in eine konservierende Substanz wie im Baumharz (Bernstein mit Insekt) oder Eis (Mammutkadaver in Sibirien) eingeschlossen wird, sind relativ vollständige Lebewesen erhalten geblieben. Im Torf oder in Kohlelagern sind recht gut erhaltene verkohlte Pflanzenteile zu finden.

Bild 3: Stammesbaum der Lebewesen

aus: Lernen heute. Grundstock des Wissens, Köln (Serges Medien) 2000, S. 447

Die paläontologische Forschung hat zu der Erkenntnis geführt, dass nicht von Anfang an alle Organismengruppen bereits vorhanden waren, sondern dass einzelne Gruppen im Lauf der Erdgeschichte in einem zeitlichen Nacheinander aufgetreten sind. Darüber hinaus wurde erkannt, dass sich die heutigen Organismen aus andersartigen Vorfahren entwickelt haben. Die früheren Formen können also als die Ahnen der heutigen gelten.

Quellen:

 Wolfgang Schwoerbel „Evolution Strategie des Lebens" (Bild 1+2) (Informationen)

CD-ROM „Grundstock des Wissens" (Bild 3) http://www.weltchronik.de/bio/cethegus/c/cuvier.html

Schülerduden „Biologie" (Teil 4)

 

aus: http://gutenberg.aol.de

Johann Wolfgang Goethe

„Vergleichende Pflanzenmorphologie"

 

Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er begann sein Studium der Jura 1768 in Leipzig, das er aber wegen einer schweren Krankheit unterbrach und 1771 in Straßburg fortsetzte. Auf Einladung von Herzog Carl August zog er nach Weimar, wo er ab 1776 im Staatsdienst arbeitete. 1786-1788 erste Italienreise, 1790 zweite Italienreise. Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.

Bei der Pflanzenmorphologie gibt es einen Grundtypus der Pflanze, den Generalbauplan, welcher in verschiedenen Pflanzenformen abgewandelt ist und eine Vielfalt der Erscheinungsformen der Pflanzen bewirkt. Die verschiedenen Pflanzenteile entspringen aus einem idealen Urkörper und werden nach und nach in verschiedenen Stufen ausgebildet. Es sind immer nur dieselben Organe, welche in vielfältigen Bestimmungen und unter oft veränderten Gestalten die Vorschrift der Natur erfüllen.

Die waltenden Grundsätze der Pflanzenmorphologie:

  • Vergleich als Methode
  • Darstellung statt Erklärung
  • Gestalt gegen Gesetz

Morphologielehre von Goethe:

Alle Gestalten sind ähnlich, Und keine gleichet der anderen; Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz, auf ein heiliges Rätsel.

Homologie:

Der Grundbauplan eines Organs kann im Laufe der Stammesgeschichte stark abgewandelt worden sein, weil es bei den einzelnen Arten unterschiedliche Aufgaben übernommen hat. Diese Erscheinung nennt man Homologie. Homologe Organe sind z.B. Vorderflossen der Wale, Fledermausflügel, Grabbeine des Maulwurfs, etc.. Die wichtigsten Kriterien einer Homologie sind: die gleiche Lagebeziehung der Organe, gleiche Struktur und oft auch gute Erkennbarkeit der Verwandtschaft bei den Embryonen. Tiere mit homologen Organen müssen auch einen stammesgeschichtlich gleichen Vorfahr haben.

Jedes Tier ist physiologisch betrachtet vollkommen anzusehen, Kein Teil ist unnütz, obwohl es sich manchmal so darstellt. Man kann an der Form des Tieres erkennen, welche Neigung das Tier hat. So verrät z.B. ein Adler durch seine Aerodynamik seine Zugehörigkeit zur Luft, oder z.B. verraten Enten durch ihre Form eine Neigung zum Wasser.

=> Die meisten Tiere zeigen durch ihren Aufbau, von welcher Art sie abstammen. Die gleiche Lagebeziehung der Organe weist auf die am Anfang des 19. Jahrhunderts durch.

Verfasser: Manuel Limberg, Andreas Krone, Tobias Schwanekamp, Matthias Baczyk, Tobias Hufnagel

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© Stufe 12 LK´s Biologie (Herr Hartfiel/Frau Ranft), Deutsch (Frau Ammermann), Englisch (Herr Sommer), Geschichte (Frau Dr. Hoffmann), Schuljahr 2000/2001;  Erstellung der Webseiten: Dorothee Ammermann